Agathas Küchenschlacht – ein Tagebucheintrag

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Miriam Pflumm, Anja Nieffer

30. November 2014

Ketschup an der Mikrowelle, Bier auf dem Boden und ein halb verschimmelter Brokkoli Auflauf in der Ecke. Dies war das Bild, nachdem wir in der Küche unser Unwesen getrieben haben. Für unseren Film

Putzen, Kochen, Waschen – Agatha zeigt wie es nicht geht

haben wir uns ziemlich ins Zeug gelegt, um unsere Küche möglichst authentisch und nach einer typischen Studentenbude aussehen zu lassen.

Agathas Küchenschlacht

Bei uns war also keine wilde Kochaktion der Grund für das übel riechende Chaos. Nein, wir mussten uns sogar regelrecht anstrengen, um die Küche so zu verunstalten. Damit Agatha auch wirklich Arbeit hat, haben wir all unser Wissen über Sauberkeit über Bord geworfen und sämtliche Lebensmittel, die schön viel Dreck machen, aus den Regalen gekramt.

Da wird man ziemlich kreativ, denn wer weiß schon, wie man einen Topfboden schwarz bekommt. Wir fanden die Lösung: Zucker, Balsamico, Mehl und viel Hitze geben eine übelriechende feste Masse, die den Topf so verklebt, dass nichts mehr vom Boden zu sehen war. Zu unserem Übel hat die Masse nicht nur schön eklig ausgesehen, sondern auch so schlimm gestunken, dass sämtliche Mitbewohner die Wohnung fluchtartig verlassen haben. Nunja, dies konnte uns aber auch nicht stoppen, der Wahnsinn ging weiter.

Für eine erstklassige Verunstaltung brauchten wir natürlich noch Ketschup, Soßenspritzer und Tee an den Wänden. Sorgfältig mit Fingern und Löffel wurden die Soßen aufgetragen, die Lebensmittelreste auf der Ablage verteilt und das Bier von letzter Nacht drapiert. Das Gelächter war dabei fester Bestandteil :D Endlich musste mal nicht darauf geachtet werden, alles aufzuheben, was herunterfällt. Nein wir konnten alles liegen lassen und sogar noch Sachen dazu schmeißen. Es war an diesem Tag egal, ob etwas überkocht, spritzt oder nicht abgewaschen wird. Um es mal grundsätzlich zu beschreiben: Es war schon toll.

Agatha im Bad

Um das Bild schlussendlich perfekt zu machen, fehlte nun nur noch die nötige Dekoration, die kleinen Einzelheiten die unsere Küche in das richtige Licht rücken sollten. Dafür sorgten eingeweichte Teebeutel, zerdrückte Cornflakes und sämtliche Kräuter und Gewürze, die wir wild im Kochbereich verstreut haben. Nicht nur wir hatten eine Menge Freude an diesem Dreh, sondern auch die verbleibenden WG Mitglieder fanden diese Aktion sehr amüsant und bemühten sich ebenfalls, ordentlich Dreck zu machen. Beim Boden halfen uns die Mitbewohner gerne und brachten sämtlichen Müll, den sie in den folgenden Stunden produzierten vorbei, um ihn auf dem Boden zu verteilen. Nach weniger als einer halben Stunde war die Küche in eine einziges Schlachtfeld verwandelt worden.

Als letzter Raum fehlte uns jetzt noch das Bad, es war einfach viel zu klinisch rein. Der Meister Proper Geruch hing noch in der Luft, dies mussten wir ändern. Voller Elan schnappten wir unser Make Up, Haare aus der nächsten Bürste, Zahnpasta und Staub und verteilten es im Waschbecken und dem Spiegel. Nach der Küche waren wir schon warm gelaufen, und so ging uns die Badverschmutzung leicht von der Hand.

Der Dreh konnte beginnen! Für manche Crew Mitglieder war der ungewohnte Geruch in der Küche Ekel erregend, aber da musste man leider durch. Zu unser aller Leid musste das Kunstwerk Küche und Bad nach dem Dreh wieder aufgeräumt und damit zerstört werden. Zur Überraschung aller ging es erstaunlich gut, denn mit den altbekannten Hausfrauentricks von Mutti und mit tatkräftiger Unterstützung aller Beteiligten, war das Chaos schnell wieder beseitigt. Und die Küche erstrahlte in einem Glanz wie schon lange nicht mehr.

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